DAS GRÜNE GOLD
Der Olivenbaum (Olea Europaea)
Die Geschichte des Olivenbaums reicht bis in die Antike zurück. Wann die Wildform zur fruchtbaren Gartenolive kultiviert wurde, ist unbekannt. Man vermutet, dass dies 4'000 v. Chr. in Kreta und Syrien geschah. Dennoch ergaben erste archäologische
Funde, dass der Olivenbaum über 7'000 Jahre alt ist.
Wie angedeutet, vermutet man, dass Syrien die Heimat vom Olivenbaum ist. Trotz der vielen Unsicherheiten ist dennoch unbestritten, dass der Olivenbaum einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt ist. Er wurde möglicherweise von kleinen Stämmen kultiviert und auch weitergegeben. So wurde die Pflanze auch ein Zeichen des Friedens. Im Nahen Osten stellte das Öl ein wichtiges und gesundes Grundnahrungsmittel dar. In der Wirtschaft, Religion, Kunst und Mythologie spiegelt sich diese wichtige Rolle des Olivenbaums wieder. Zum Beispiel in der griechischen Mythologie erzählt die Sage, dass die Götter Athene und Poseidon einen Wettstreit ausgetragen hatten. Als Gewinner sollte der jenige gelten, der den Bewohner von Athen das sinnvollere Geschenk überbringt. Athene setzte sich mit dem von ihr erschaffenen Olivenbaum durch und wurde somit zur Schutzgöttin der Stadt Athen. Auch im Christentum ist die Taube mit dem Ölzweig Symbol des Friedens. Jesus hielt zwischen den Olivenbäumen kurz vor seiner Kreuzigung Zwiesprache mit Gott. Im 6. Jahrhundert nach Chr. brachte man den Olivenbaum von Kreta über Süditalien und Rom in den gesamten mediterranen Raum.

Der Olivenbaum benötigt viel Zeit zum wachsen, kann jedoch mehrere hunderte Jahre alt werden. Der Baum wird bis zu 20 Meter hoch. Der Olivenbaum ist eine immer grüne Pflanze, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub. Das Blatt ist schmal, langzettlich und ganzrandig. Die silbergraue Unterseite hat kleine Härchen, so genannte Sternhaare, die den Baum vor dem Austrocknen schützen.
Ausserdem blüht der Olivenbaum von Ende April bis Anfang Juni (ca. 60 Tage). Bis sich daraus eine pflückreife Frucht entwickelt verstreichen 4-6 Monate. Auf ein Jahr mit vielen Früchten folgt ein Sabbatjahr. Nicht, dass der Baum keine Früchte trägt, aber es sind deutlich weniger. Die Olive ist eine Steinfrucht. Die Farbe der unreifen Oliven ist grün, die der reifen Oliven violett / braun bis schwarz. Am ertragreichsten ist der Baum nach ca. 15 Jahren.
Italienische Olivensorten
Abruzzen
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Latium
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Marche
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Toscana |
Unsere Sorten
Es gibt allein im Mittelmeerraum über 1'000 Sorten von Olivenbäumen. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit hat sich der Olivenbaum über Hunderte von Jahren anders entwickelt, manche Sorten sind auf einzelne Dörfer beschränkt. Eine grosse Vielfalt an Olivenbäumen gibt es in Italien, wo alleine zwischen Sizilien und Ligurien an die 80 verschiedene Sorten wachsen und alle unterschiedlich im Geschmack sind.
| Biancolilla | Nocellara |
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Die Olive ist eine Steinfrucht. Die Farbe der unreifen Oliven ist grün,

die der reifen Oliven violett / braun bis schwarz. Am ertragreichsten ist der Baum nach ca. 15 Jahren.

Die durchschnittliche Zusammensetzung einer Olive besteht aus:
50% Wasser, 28% Öl, 19,1% Zucker, 5,8% Zellulose und 1,6% Proteine. Das Öl enthält 80% einfach ungesättigte Fettsäuren (Oleinsäure), 10% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 10% gesättigte Fettsäuren. Dazu Vitamine A, D, E, die Minealstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Antioxydantien.



